Seit dem Sommer 2007 wurden am Gudiberg verschiedene Umbauten vorgenommen, um das Streckenprofil an die neusten skitechnischen Anforderungen anzupassen und für Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe zu optimieren ...
Das alpine Trainingszentrum am Gudiberg steht den Athleten des Deutschen und Bayerischen Skiverbandes seit 1990 für Trainings- und Wettkampfmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Zuschlag für die Ski-WM 2011 wurden Pläne für Anpassungsmaßnahmen erarbeitet. Nach den Herren-Slaloms 1994 und 1995 und dem Damen Slalom 2001 fand erstmals im Februar 2007 wieder ein Weltcup-Slalom der Herren am legendären Gudiberg statt. Die begeisternde Stimmung von über 10.000 Zuschauern und die spektakuläre Skiakrobatik der Slalomfahrer machten erneut den hohen Stellenwert dieser Sportstätte deutlich.
Um das Streckenprofil an die neusten skitechnischen Anforderungen anzupassen und für Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe zu optimieren, wurden seit Sommer 2007 verschiedene Umbauten vorgenommen.
Für eine attraktive Lauflänge bei den Slalomrennen wurde 2007 das ursprüngliche Ziel in das historische Olympia-Skistadion verlegt, die Strecke damit verlängert. Zu diesem Zweck wurde die Westtribüne zum Teil abgetragen und um etwa 20 Meter gekürzt. Beim Weltcup-Slalom am 9. Februar 2008 konnten die Rennläufer erstmals durch die jetzt 35 Meter breite Einfahrt ins Skistadion fahren. Im Stadion, in dem auch die Eröffnungs- und Schlussfeier der Ski-Weltmeisterschaften stattfinden sollen, werden zu den Großveranstaltungen temporäre Tribünen errichtet. Diese Sportanlage bietet Platz für insgesamt 50.000 Besucher. Einzigartig im alpinen Skizirkus ist, dass von jeder Zuschauerposition aus der komplette Rennhang eingesehen werden kann.
Bereits 2007 wurde die Mulde unterhalb des steilen Zielhanges mit Erdreich aufgeschüttet, um eine bessere Hangnutzung und ein gleichmäßiges Gefälle bis ins Stadion zu erreichen. Im Frühjahr und Sommer 2008 wurden weitere Geländeanpassungen im mittleren und oberen Bereich des Slalomhanges und die Einrichtung eines verbesserten Drainagensystems planmäßig umgesetzt. Die extremen Geländeunebenheiten konnten durch Abtragungen und Auffüllungen beseitigt werden. Diese Maßnahmen ermöglichen nun eine effiziente und ökologische, weil energiesparende und technisch einfache Präparation.
Für 2010 ist der Bau eines Doppelsesselliftes auf der, von unten gesehen, rechten Seite des Gudibergs vorgesehen. Durch den Sessellift entfällt die Beschneiung und Präparation der Trasse des ursprünglichen Schleppliftes. Hieraus entsteht die Möglichkeit den Starthang (steilster Abschnitt) zu verbreitern. Zudem reduzieren sich Kosten und Energieverbrauch.
Die bisherige Beschneiungsanlage wurde 2009 modernisiert und erweitert, die Dimensionierung der Pumpleistung und des Wasserreservoirs (Kainzenbad) entsprechend ausgebaut. Das Resultat sind eine höhere Schneesicherheit und eine effizientere Anlagennutzung im Trainings- und Rennbetrieb.