Lindsey Vonn hat den Super-G in Garmisch-Partenkirchen für sich entschieden. Damit entschied die US-Amerikanerin auch die Wertung um den Gesamtweltcup zu ihren Gunsten. Maria Riesch wurde Tagesvierte.
Mit einer sehr guten Fahrt hat Lindsey Vonn (USA, 1:19,30 Minuten) den letzten Super-G der Saison gewonnen - und damit auch den Gesamtweltcup. Als Siegerin der Disziplinenwertung stand Vonn schon vor dem Rennen fest. Beim Alpinfinale in Garmisch-Partenkirchen wurde Maria Riesch (SC Partenkirchen, 1:19,89 Minuten) Vierte. Platz zwei ging an Elisabeth Görgl (AUT, 1:19,46 Minuten) vor Nadia Styger (1:19,87 Minuten) aus der Schweiz.
Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) zeigte bis kurz vor das Ziel eine gute Fahrt, nach einer falschen Linienwahl fuhr sie aber an einem Tor vorbei und schied damit aus. „Ich war ziemlich schnell unterwegs. Warum ich ausgeschieden bin, kann ich nur schwer einschätzen.“
Mit ihrem zwölften Weltcupsieg in dieser Saison gewann Lindsey Vonn (1671 Punkte) bei nur noch einer ausstehenden Entscheidung (Slalom am Samstag) auch den Gesamtweltcup. Maria Riesch (1456 Punkte) rangiert in dieser Wertung auf Position zwei, die Schwedin Anja Pärson (1047 Punkte) ist Dritte. Maria Riesch: „Leider habe ich die Einfahrt in den Zielhang verpasst und dabei viel Zeit verloren. Trotzdem ist das Ergebnis gut. Dass ich den Gesamtweltcup nicht mehr gewinne, war mir schon klar.“
Lindsey Vonn sagt über ihren Erfolg: „Nach dem Sturz gestern im Riesenslalom war ich mir nicht sicher, ob ich starten soll. Ich habe erst geschaut, was Maria macht, denn den Weltcup wollte ich nicht mehr aus der Hand geben. Am Start hatte ich aber ein sehr gutes Gefühl und habe dann alles gegeben. Es war ja nur noch dieser eine Lauf und da habe ich Vollgas gegeben, denn ich wollte unbedingt noch einmal gewinnen. Ich bin sehr stolz auf die gesamte Saison, aber auch froh, dass es jetzt vorbei ist. Morgen beim Slalom drücke ich Maria die Daumen, aber ich werde nur Zuschauerin sein. Ich bin froh, dass wir unsere Freundschaft endlich wieder pflegen können, nachdem die Olympischen Spiele und der Kampf um den Gesamtweltcup schon schwere Zeiten für uns beide waren. Meine Goldmedaille habe ich immer dabei, denn ich bin seit Olympia nicht zu Hause gewesen und man kann ja nie wissen, wer so in das Hotelzimmer kommt, wenn man nicht da ist. Jetzt werde ich erst einmal ein kleines Nickerchen machen und dann mit meinem Team feiern. Meine Ski werde ich vor August nicht mehr anrühren.“
Elisabeth Görgl (AUT): „Wichtiger als meine gute Fahrt ist eindeutig, dass Andrea Fischbacher bei ihrem Sturz nichts passiert ist. Ich bin sehr froh über meinen zweiten Platz und gönne Lindsey Vonn den verdienten Sieg.
Nadia Styger (SUI): „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen und sehr glücklich, dass so viele Fans hier sind und mit mir feiern. Der Podestplatz ist großartig.“
Anja Paerson (SWE): „Ich hatte eigentlich einen guten Lauf, habe aber zu viele Fehler gemacht. Ich war vor allem froh, dass Andrea Fischbacher nichts passiert ist. Der Sturz hatte aber keinen Einfluss auf meine Fahrweise. Wir alle kennen das Risiko.“
Tina Maze (SLO): „Es war eine tolle Saison, ich bin sehr zufrieden. Nächstes Jahr will ich noch konstanter werden. Aber heute war es ein guter Lauf.“
Nadja Kamer (SUI): „Für das, dass es bei mir heute nicht so gut lief, bin ich mit der Platzierung zufrieden.“
Fabienne Suter (SUI): „Ich habe viel zu viele Fehler gemacht und bin froh, dass die Saison jetzt vorbei ist. Jetzt mache ich erst einmal Pause. Über die WM will ich noch nicht nachdenken.“
Andrea Dettling (SUI): „Den Mittelteil bin ich nicht so gut gefahren, obwohl die Sichtverhältnisse eigentlich top waren.“
Marie Marchand-Arvie (FRA): „Ich habe einige Fehler gemacht, bin aber trotzdem ganz zufrieden mit meinem Rennen. Die Saison war sehr schwer für mich und jetzt bin ich froh, dass ich ein bisschen Freizeit habe. Ich werde jetzt erst einmal Urlaub machen.“
Britt Janyk (CAN): „Mir geht’s gut. Bei diesem herrlichen Wetter zu fahren, ist toll.“
Lucia Recchia (ITA): „Ich bin recht zufrieden. Das Ziel waren die Top 15, um Punkte zu erhalten und einen kleinen Sprung nach vorne zu machen. Das ist mir gut gelungen.“
Ingrid Jaquemod (FRA): „Ich wollte ein gutes letztes Saisonrennen fahren. Jetzt ist die Enttäuschung groß, denn ich war einfach zu langsam.“
Emily Brydon (CAN): „Ich war wirklich aufgeregt, vielen Dank an alle Fans, für die lange Unterstützung. Es war eine Ehre für mich, für mein Heimatland Kanada Wettkämpfe zu bestreiten.“
Dominique Gisin (SUI): „Ich war einfach zu müde, um schnell zu fahren.“
Chemmy Alcott (GBR): „Leider hat mich der Fehler im Mittelteil Zeit gekostet. Die Sonne macht den Schnee ein bisschen weich. Aber es macht hier richtig viel Spaß.“
Marine Gauthier (FRA): „Ich bin zufrieden, für mich ist das eine gute Zeit und Platzierung. An manchen Stellen war ich ein bisschen zu schnell.“
Julia Mancuso (USA): „Ich habe viel Freude bei den Rennen in Garmisch-Partenkirchen. Heute im Super-G wollte ich unbedingt gewinnen und bin eine sehr direkte Linie gefahren. Kurz vor dem Ziel war es dann zu eng und ich bin ausgeschieden.“
Sa., 13.03.2010, Damen, SL, 09:45/13:00 Uhr
So., 14.03.2010, Team, Damen/Herren, 10.30 Uhr
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