Maria Riesch (SC Partenkirchen) hat mit dem dritten Platz im Slalom von Garmisch-Partenkirchen hinter Marlies Schild und Kathrin Zettel die Disziplinenwertung im Slalom für sich entschieden.
Maria Riesch, zweifache Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in Vancouver (CAN), hat mit Platz drei im letzten Slalom der Saison in Garmisch-Partenkirchen erneut den Slalomweltcup gewonnen. Wie bereits in der letzten Saison geht die kleine Kristallkugel an die Athletin vom SC Partenkirchen. Beim Saisonfinale am Gudiberg fuhr Riesch in 1:51,47 Minuten hinter Marlies Schild (1:49,57 Minuten) und Kathrin Zettel (1:50,77 Minuten, beide AUT) auf das Podest. In der abschließenden Slalomgesamtwertung rangiert Riesch mit 493 Punkten vor Zettel (490 Punkte) und Schild (420 Punkte).
Susanne Riesch (SC Partenkirchen) hatte nach dem ersten Durchgang auf Rang drei gelegen, sie fädelte im Finale aber ein und schied aus. Fanny Chmelar (SC Partenkirchen, 1:51,64 Minuten) hingegen fuhr mit der viertschnellsten Zeit im Finale noch von Position 15 auf Platz vier vor. Auch Katharina Dürr (SV Germering, 1:52,18 Minuten), Fünfte nach Lauf eins, sammelte mit Rang neun erneut Weltcuppunkte, ebenso Christina Geiger (SC Oberstdorf, 1:52,46 Minuten) als Elfte. Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen, 1:53,89 Minuten) wurde 21.
23 Punkte Vorsprung hatte Maria Riesch in der Slalomwertung vor dem letzten Rennen auf Zettel. Nach dem ersten Lauf lag sie mit gut einer Sekunde Rückstand auf die Schild-Bestzeit auf Platz vier, Zettel rangierte auf Platz sechs. Die Österreicherin attackierte im Finale, setzte sich klar an die Spitze - und Maria Riesch damit mächtig unter Druck. Und tatsächlich fiel Riesch hinter Zettel zurück. Wäre Marlies Schild noch zwischen die beiden Kontrahentinnen gefahren, hätte Kathrin Zettel und nicht Maria Riesch die Disziplinenwertung gewonnen. Schild aber carvte souverän zum Sieg: „Mir liegen schwierige Pisten - und der Gudiberg ist sehr anspruchsvoll. Ich freue mich auch schon auf die Weltmeisterschaft 2011 hier in Garmisch-Partenkirchen. Auf die Entscheidung für die kleine Kugel hatte ich natürlich Einfluss, indem ich heute gewonnen habe. Allerdings hatte das damit nichts zu tun, ich wollte das Rennen einfach gewinnen. Ich bin sehr froh, dass ich heute so eine gute Leistung zeigen konnte. Besonders, weil ich nach der schlimmen Verletzung daran gezweifelt habe, ob ich jemals wieder so schnell sein werde. Die Saison ist jetzt zwar vorbei, in den Urlaub geht es jetzt aber noch nicht. Es stehen noch Skitests an und dann entscheide ich spontan, wie ich meinen Urlaub verbringe.“
Maria Riesch: "Ich hatte heute auch sehr viel Glück. Umso größer ist die Freude und Erleichterung, dass ich die kleine Kugel noch gewonnen habe. Gut, dass jetzt alles vorbei ist. Das ist schon eine Erlösung, weil das Rennen nochmal ein ziemliches Nervenspiel war. Eigentlich war das auch kein schlechtes Rennen und mit der Platzierung bin ich auch zufrieden, aber der Gewinn der Slalom-Kugel war ein bisschen glücklich. Ich denke aber, dass ich sie schon verdient habe. Leider war ich heute nicht besonders gut drauf. Erst kam ich nicht so gut mit der Strecke klar, dann hat es sich zur Kopfsache entwickelt, ich habe mir zu viele Gedanken gemacht. Für Kathrin Zettel ist das natürlich ganz bitter und es tut mir auch von ganzem Herzen Leid für sie. Jetzt hat sie beide Kugeln in den letzten Rennen verloren, aber hier bremst eben niemand für irgendwen. Genauso ist das auch mit meiner Schwester. Natürlich ist das sehr schade für sie, aber so hart es klingt: Für mich war es gut, dass sie ausgeschieden ist.“
Christina Geiger (GER): „Es war auf jeden Fall besser als im ersten Durchgang.“
Nicole Gius (ITA): „Im Endeffekt bin ich zufrieden. Jetzt bin ich aber froh, dass die Saison zu Ende ist. Ich habe Rückenprobleme und daher tut es mir ganz gut, endlich einmal rasten zu können.“
Elisabeth Görgl (AUT): „Mit meinem zweiten Lauf bin ich nicht unzufrieden. Meine Linie war aber etwas weit von den Toren weg. Heute Abend wird dann erst einmal mit dem Team gefeiert.“
Sandrine Aubert (FRA): „Am Ende bin ich im Gesamtklassement unter den Top 7. Das ist eine gute Sache. Die besten Fünf sind alle sehr erfahrene Läuferinnen. Ich habe mich dieses Jahr stark verbessert und werde nächstes Jahr noch besser werden. Ich bin hoch motiviert.“
Katharina Dürr (GER): „Ich bin sehr enttäuscht. Im zweiten Lauf hatte ich keine Kraft mehr, weil ich noch vor kurzem eine starke Erkältung hatte. Jetzt freue ich mich schon auf meinen Urlaub auf Lanzarote.“
Tina Maze (SLO): „Ich bin mit meinem Rennen zufrieden. Die ganze Saison war sehr positiv für mich, aber auch enorm lang. Jetzt kommt morgen noch der Team-Wettbewerb und anschließend stehen Skitests bevor. Danach brauche ich erst einmal ein bisschen Entspannung.“
Maria Pietilae-Holmner (SWE): „Der zweite Lauf ist mir besser gelungen als der erste. Es ist zwar auch schön jetzt entspannen zu können. Aber ich finde es schade, dass es vorbei ist. Ich mag es eben, Ski zu fahren.“
Ana Jelusic (CRO): „Eine seltsame Saison endet mit einem seltsamen Rennen für mich. Nach dem schlechten ersten Durchgang war nicht mehr drin. Ich bin richtig froh, jetzt eine Pause zu haben, in der ich neue Kraft und Motivation sammeln kann.“
Kathrin Hölzl (GER): „Aufgrund der Kristallkugel im Riesenslalom bin ich mit meiner Saison sehr zufrieden. Heute bin ich froh, überhaupt im Ziel angekommen zu sein. Der erste Weg ging für mich zu Felix Neureuther – schön, dass er heute gewonnen hat.“
Sarah Schleper (USA): „Ich bin halbwegs zufrieden. Immerhin war der zweite Lauf besser als der erste.“
Fanny Chmelar (GER): „Ich bin einfach losgelöst gefahren. An die Hälfte, besonders an den unteren Teil, kann ich mich gar nicht erinnern. Aber es war einfach nur geil!“
Anja Paerson (SWE): „Der zweite Lauf war ziemlich gut auf diesem schwierigen Hang. Jetzt mache ich erst einmal Urlaub und lege die Füße hoch.“
Kathrin Zettel (AUT): „Ich bin schon zufrieden mit dem zweiten Rang, am Ende war es wirklich knapp in der Gesamtwertung.“
Tanja Poutiainen (FIN): „Der zweite Lauf war wahrscheinlich besser als der erste, ich bin nicht so weit weg vom Podest. Urlaub mache ich erst im Mai, vorher stehen noch zahlreiche Skitests an.“
So., 14.03.2010, Team, Damen/Herren, 10.30 Uhr
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