Mit der Einweihung des neuen Kandahar-Express im Classic-Gebiet von Garmisch-Partenkirchen geht die Marktgemeinde einen weiteren Schritt in Richtung Ski- und Leistungssportgebiet der Spitzenklasse.
Das lange Sitzen und Warten an der alten Kreuzjochbahn hat ein Ende. Der neue Vierer-Sessellift ersetzt den in die Jahre gekommenen Doppel-Sessel und den Olympia-Schlepplift. Die moderne Anlage hat eine Beförderungskapazität von 2000 Personen pro Stunde.
Wintersportler und die Stars der internationalen Skiszene werden von nun an auf beheizten Sitzen, die Kleinen sogar mit Kindersicherung, auf das Kreuzjoch befördert. Insgesamt legt der Kandahar-Express eine Strecke von 1450 Metern zurück, die Höhendifferenz zwischen Ein- und Ausstieg beträgt dabei 540 Meter. Auf der Hälfte der Strecke erlaubt eine Mittelstation das Aussteigen von Fahrgästen und somit den direkten Zugang zum Start der Abfahrts- und Super-G-Strecke der Damen. Die Athletinnen können so schnell und gefahrlos zum Wettkampfstart gelangen.
Das acht Millionen Euro teure Projekt wurde wie geplant fertig gestellt. Im Rahmen der Förderung für den Hochleistungssport bezuschussten Bund und Land den Bau des Kandahar-Express mit einer Summe von 1,7 Millionen Euro. Bei der Einweihung der Liftanlage sprach Staatsminister Siegfried Schneider von einem „großen Tag für Garmisch-Partenkirchen“ und einem „gelungenen Abschluss für das gesamte Skigebiet“. Ebenfalls abgeschlossen wurden mit der Inbetriebnahme der Anlage die größeren Bauarbeiten für die Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2011. Politiker, Vertreter der Zugspitzbahnen und ehemalige Skistars wie Martina Ertl-Renz, Rosi Mittermeier und Christian Neureuther wohnten der Einweihungsfeier bei.
Mit der Fertigstellung des Skitunnels unter dem Tröglhang hat das Classic-Gebiet am Hausberg zusätzlich an Attraktivität gewonnen. Der Kandahar-Express macht die Nutzung der schneesicheren Pisten über 1200 Meter Höhe besonders reizvoll. Normal-Skifahrer und Rennläufer können nun das Kreuzjoch in schnellen Umläufen ohne lange Wartezeiten befahren. Ein wichtiger Schritt für Tourismus und Leistungssport ist damit getan.