Felix Neureuther ist Deutschlands große und einzige Medaillen-Hoffnung für den Herren-Slalom am Sonntag. Tausende Fans werden ihn anfeuern werden. Mit dieser Unterstützung will der 26-Jährige bei "seiner" WM den Sprung aufs Podest schaffen.
Felix, hast Du in den letzten Wochen genügend „Bud-Spencer-Suppe“ gegessen, damit Du fit bist für Deine Heim-WM?
Zuletzt habe ich die Suppe bei der Einweihung des neuen Gudiberg-Lifts gegessen. Die war wirklich sehr gut und am Gudiberg hat sie natürlich besonders gut geschmeckt.
Was sagst Du zum Teamwettbewerb?
Der Teamwettbewerb im Format als Parallel-Riesenslalom ist eine tolle Veranstaltung und macht riesig Spaß für Fahrer und Zuschauer. Die Stimmung war super gut! Ich war ja 2005 in Bormio am Start, als wir den Titel holen konnten und weiß, wie viel Freude das macht. Insofern habe ich alles gegeben und es ist natürlich schade, dass es um drei Hundertstelsekunden nicht gereicht hat.
Wie hast Du die Weltmeisterschaft bislang mit verfolgt? Hast Du auch schon mal auf der Medal Plaza vorbeigeschaut?
Die Stimmung ist fantastisch. Als wir letzte Woche in Österreich trainierten, haben wir natürlich so viel wie möglich am Fernseher gesessen und die Rennen geschaut. Die Begeisterung ist eins zu eins rübergekommen. Für mich persönlich ist das alles natürlich sehr speziell. Garmisch ist meine Heimat, hier leben meine Familie, meine Freunde und ich weiß, sie alle kommen zu den Rennen um mich anzufeuern. Das ist noch einmal eine riesen Portion Extramotivation.
Viele Fahrer waren nicht glücklich über die Pistenzustände. Glaubst Du, dass die Pistenverhältnisse Dir und Deinem Fahrstil entgegenkommen?
Die Verhältnisse haben sich in den vergangenen zwei Wochen aufgrund des Wetters schon ein paar Mal geändert. Wie sich die Pisten zu meinen Rennen präsentieren, wird sich zeigen. Ich muss mich auf alle Verhältnisse einstellen und schnell fahren. Die Jungs um Heinz Mohr, Florian Eckert, Stefan Stankalla und Florian Beck machen auf jeden Fall einen Super-Job! Die Belastung für die Pisten ist bei dem WM-Programm enorm und sie sind immer noch in einem weltmeisterlichen Zustand. Das ist nur mit vielen, vielen engagierten Helfern zu schaffen, die beinahe rund um die Uhr im Einsatz sind. Das ist wirklich großartig!
Gerade bei Deiner Heim-WM lastet ein großer Druck auf Dir. Wie hältst Du Deine Nervosität kurz vor dem Start im Zaum?
Natürlich ist der Druck groß. Aber ich hatte die letzten Jahre genug Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen. Schließlich ist für mich jedes Rennen am Gudiberg etwas ganz Spezielles.
Was ist Dein Minimalziel im Slalom? Ist eine Medaille Pflicht?
Pflicht ist gar nix. Ich bin Ski-Rennfahrer, weil ich großen Spaß daran habe und mir nichts anderes vorstellen kann. Wie jeder Sportler hasse ich es zu verlieren und liebe es zu gewinnen.