Tschechien warf erst die USA und dann auch noch Österreich aus dem Wettbewerb, ehe das Team mit einem Sieg über die starken Schweizer im Finale die Premiere dieses Wettberwerbs verdient gewann. Deutschland schied im Achtelfinale aus.
Erstmals wurde im alpinen Weltcup beim Saisonfinale 2010 in Garmisch-Partenkirchen das "Nations Team Event" als Parallel-Riesenslalom ausgetragen. Durchgesetzt hat sich am Ende Tschechien vor der Schweiz und Österreich. Deutschland musste sich in der ersten Runde Kroatien knapp geschlagen geben.
Bis dato war der Teamwettbewerb stets mit Super-G und Slalom ausgetragen worden, in Garmisch-Partenkirchen testete die FIS das neue Format erstmals. Startberechtigt sind die besten 16 Mannschaften der Nationencupwertung.
Je zwei Damen und zwei Herren einer Mannschaft treten nacheinander im direkten Duell auf einem parallel gesteckten Riesenslalomkurs gegen die Konkurrenz an. Wer nach etwa 30 Fahrsekunden zuerst die Ziellinie überquert, sichert seinem Team einen Punkt. Nach vier Duellen wird abgerechnet, weiter kommt die Mannschaft, die mehr Punkte eingefahren hat - steht es unentschieden, zieht die Mannschaft mit der schnellsten Fahrzeit aus den vier Duellen in die nächste Runde ein. Nach Viertel- und Halbfinale wird ein kleines Finale um Platz drei und anschließend das Finale um den Sieg ausgefahren.
In Garmisch-Partenkirchen waren zwölf Nationen am Start: Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, USA, Deutschland, Schweden, Kanada, Slowenien, Norwegen, Krotien und Tschechien. Österreich, Frankreich, Italien und die Schweiz waren im Achtelfinale gesetzt, sie zogen kampflos in das Viertelfinale ein. In den ausbleibenden vier Duellen trafen Kanada/Slowenien, USA/Tschechien, Deutschland/Kroatien und Schweden/Norwegen aufeinander. Es setzten sich Kanada, Tschechien, Kroatien und Schweden durch.
Für den DSV waren Viktoria Rebensburg (SC Kreuth), Fritz Dopfer (SC Garmisch), Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) und Felix Neureuther (SC Partenkirchen) am Start. Nach den vier Duellen stand es 2:2. Dank der schnelleren Laufzeit von Ivica Kostelic im schnellsten Duell gegen Fritz Dopfer qualifizierte sich Kroatien für das Viertelfinale. Viktoria Rebensburg war der Kroatin Palic unterlegen, Hölzl und Neureuther hatten gegen Jelusic und Nzrincic-Dim die Nase vorn.
Im Viertelfinale ergaben sich die Paarungen Österreich/Kanada, Tschechien/Frankreich, Italien/Kroatien und Schweden/Schweiz. In das Halbfinale zogen Österreich, Tschechien, Kroatien und die Schweiz ein. Dort setzten sich überraschend Tschechien gegen Österreich und erwartungsgemäß die Schweiz gegen Kroatien durch. Schließlich gewannen die Österreicher das kleine Finale und sicherten sich Platz drei, im Finale verwies Tschechien die Schweiz auf Platz zwei.
Insgesamt wurde in diesem Wettbewerb ein Preisgeld von 100.000 Schweizer Franken oder 65.000 Euro ausgegeben. Für die Plätze eins bis drei wurden 22.500, 16.700 und 12.800 Euro verteilt. Von diesen Summen gehen jeweils 80 Prozent an den nationalen Verband und 20 Prozent an die Fahrerinnen und Fahrer. Außerdem wurde ein individuelles Preisgeld ausgeschüttet: jeweils 3.250 Euro für die schnellste Dame und den schnellsten Athleten sowie dieselbe Summe für die Aktiven mit der über alle Heats erreichten höchsten Punktzahl.
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