Bei der Abschluss-Pressekonferenz sprach FIS-Präsident Gian Franco Kasper von einer „hervorragend organisierten Ski-WM" und hob dabei das „einmalige Publikum" besonders hervor. Knapp 130.000 Zuschauer kamen zu den Rennen, rund 50.000 sorgten im WM-Park für großartige Stimmung.
„Ich habe versucht, kritische Punkte zu finden, bin aber nicht drauf gekommen", lobte Kasper die Organisation. „In diesen sechs Jahren ist hervorragende Arbeit geleistet worden, bis ins Detail wurde alles perfekt organisiert. Das Publikum war einmalig, von A bis Z präsent, das war nicht selbstverständlich." Auch die Kritik an der Streckenpräparierung wies der FIS-Präsident zurück. „Der einen Hälfte ist es zu eisig, der anderen Hälfte zu weich. Es ist nicht möglich, alle Wünsche zu erfüllen. Ich bin froh, dass die Pisten so hart präpariert wurden, sonst hätten wir wahrscheinlich am Schluss keine Rennen mehr gehabt."
„‘Festspiele im Schnee‘ nicht nur ein plakativer Werbeslogan"
„Die ‘Festspiele im Schnee‘ waren aus nationaler Sicht und aus Sicht des Organisationskomitees ein Erfolg", bilanzierte DSV-Präsident Alfons Hörmann. „Unsere Zielsetzung war es, im Zuge der WM die nationale Wiedergeburt des alpinen Skisports voranzubringen. Die WM war hierbei ein wichtiger Schritt. Anlagen wurden modernisiert, Investitionen getätigt, die eine Nachhaltigkeit bewirken. Erstmals ist es in Deutschland möglich, auch in den Speed-Disziplinen professionell zu trainieren." „Festspiele im Schnee" war, so Hörmann, nicht nur ein „plakativer Werbeslogan, sondern eine Zielsetzung, die mit Leben erfüllt wurde". Der DSV-Präsident hob dabei auch das Rahmenprogramm hervor: „Von der Eröffnung bis hin zur schwierigen Thematik 1936 mit einer gelungenen Ausstellung im WM-Park wurde das vernünftig umgesetzt."
„Es gab ein echtes WM-Feeling in Garmisch-Partenkirchen"
Peter Fischer, Geschäftsführer des Organisationskomitees der Ski-WM, gab die offiziellen Zuschauerzahlen bekannt: „Zu den Rennen kamen knapp 130.000 Zuschauer. Unser Gesamtbudget im Bereich Ticket wurde damit um 10 Prozent überschritten. Im WM-Park waren weitere rund 50.000 Besucher. Das zeigt, dass sich Garmisch-Partenkirchen und die Region als WM-würdig erwiesen haben. Es gab ein echtes WM-Feeling. Mein Dank geht deshalb an alle Besucher, die diese Weltmeisterschaften mitgetragen haben." Auch der befürchtete Verkehrskollaps blieb aus. „Die kostenfreie Anfahrt wurde hervorragend angenommen. Bei den Super Kombinationen haben wir 8000 Personen von der Kandahar zum Gudiberg transportiert. Und es gab keine logistischen Probleme und keine Probleme mit dem Verkehr." Fischer zog auch eine sehr persönliche Bilanz: „Für mich ist mit der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Ich bin persönlich sehr zufrieden und möchte mich bei meinem gesamten Team, zu dem auch 1300 Volunteers zählen, sehr herzlich bedanken."
Zahlen & Fakten
• 130.000 Zuschauer bei den Rennen
• 50.000 Besucher im WM-Park
• 2195 akkreditierte Medienvertreter
• 1300 Volunteers
• 469 Athleten
• 67 Nationen
• ca. 3 % mehr TV-Zuseher weltweit (provisorische Zahl)