News

Daniel Albrecht

Felix Neureuther

Daniel Albrecht gewinnt in Sölden

Ski2b Redaktion am 26.10.2008 - 17:31 Uhr

Daniel Albrecht aus der Schweiz hat den Riesenslalom zum Auftakt der alpinen Weltcup-Saison 2008/2009 gewonnen. Der Kombinations-Weltmeister von 2007 siegte auf dem Rettenbachgletscher über dem österreichischen Sölden in 2:15,78 Minuten und lag damit 0,14 Sekunden vor seinem Landsmann Didier Cuche (2:15,92).

Schweizer Doppelerfolg zum Auftakt
Albrecht feierte seinen dritten Weltcup-Sieg, den zweiten im Riesenslalom. Rang drei belegte Ted Ligety (2:17,03/1,25 Sekunden zurück), der im vergangenen Winter den Riesenslalom-Weltcup gewonnen hatte. Den Grundstock dazu legte er bereits im ersten Lauf, den er als Schnellster abschloss. Allerdings war da der Sieg von Albrecht noch keineswegs in trockenen Tüchern: Mit Benjamin Raich, Didier Cuche, Ted Ligety und Bode Miller lagen vier sehr starke Konkurrenten nur bis zu die Zehntelsekunden zurück.

Enges Klassement
Überhaupt zeichnete sich der erste Riesenslalom durch die enorm hohe Leistungsdichte aller Teilnehmer und kaum Ausfälle aus. Nur 2,36 Sekunden Rückstand konnte sich Marc Gini aus der Schweiz erlauben, um als 30. gerade noch ins Finale einzuziehen. Dort waren dann noch gehörige Sprünge möglich. Cuche war es, der von den Favoriten zuerst einen fast perfekten Lauf zeigte und damit klar die Führung übernahm. Albrecht ließ sich aber nicht beirren, fuhr ähnlich perfekt und sicherte so seinen Auftakterfolg.

Svindals Comeback: Gut, nicht perfekt
Viele Augen ruhten besonders aufmerksam auf den Läufen von Aksel Lund Svindal, der nach langer Verletzungspause erstmal wieder ein Weltcup-Rennen bestritt. Der Norweger konnte dabei als 13. nicht an seinen Vorjahressieg anknüpfen, offenbarte aber in einigen Streckenteilen auch seine gewohnten Stärken. Mit Svindal wird über die Saison sicherlich zu rechnen sein. Sein Konkurrent Bode Miller dagegen leistete sich vor allem im zweiten Lauf Fehler im entscheidenden Steilstück und verpasste so eine bessere Platzierung als Rang zehn – auch er wird sicher noch weit bessere Ergebnisse im Riesenslalom einfahren.

Ligety auf dem Podest – Raich nur daneben
Die Top-Favoriten vor dem Rennen hießen Ted Ligety und Benjamin Raich. Beide konnten auch ihr immenses Potenzial andeuten, ohne es am Rettenbachferner komplett auszuspielen. Ligety schaffte es allerdings wie im Vorjahr auf das Siegerpodest. Raich musste sich mit Platz vier begnügen. Trotz des verfehlten Stockerls‘ zeigte sich Team Austria im Riesenslalom stark verbessert, vor allem dank der starken Auftritte von Christoph Gruber und den Youngstern Romed Bauman und Christoph Schörghofer, die auf den Plätzen sechs bis acht einkamen.

Fanara, Janka und Jansrud schieben sich nach vorn
Überraschend stark präsentierten sich in Sölden der Franzose Thomas Fanara, sowie Carlo Janka aus der Schweiz und der Norweger Kjetil Jansrud. Alle drei ließen einem guten ersten Lauf einen noch besseren zweiten folgen. Fanara freute sich am Ende über Rang fünf und stellte damit seine bisher beste Leistung von Adelboden 2006 ein. Janka kam dank der zweitbesten Finalzeit auf Rang neun, auch er stellte damit seine bisherige Bestleistung ein. Für Kjetil Jansrud ging es dank der Laufbestzeit auf Rang elf – damit war er vor Svindal bester Norweger. Zuvor war er über Platz 19 nicht hinausgekommen.

Neureuther erneut knapp gescheitert
Die Entscheidung am Rettenbachferner fand ohne Felix Neureuther (Partenkirchen) statt. Der 24-Jährige war der einzige deutsche Teilnehmer, verfehlte aber mit der hohen Startnummer 64 den Finaldurchgang der besten 30 auf Rang 34 um 0,27 Sekunden.



  Zurück
Noch 759 Tage
Partner
Travel & Stay