News
Mario Matt
Felix Neureuther
Matt gewinnt im Zagreber Hexenkessel
Ski2b Redaktion am 17.02.2008 - 15:02 Uhr
Mario Matt ist der Sieger der Premiere der alpinen Skirennläufer in Zagreb. Der Österreicher verwies vor 20.000 Zuschauern im Hexenkessel von Sljeme in 1:51,36 Minuten Lokalmatador Ivica Kostelic und seinen Landsmann Reinfried Herbst auf die Plätze. Felix Neureuther wurde am Ende Neunter.Alle 30 Finalisten mit Siegchancen
Der erste Slalom der Herren in Zagreb hätte nicht spannender sein können. Nach dem ersten Durchgang lagen die Finalisten innerhalb von 1,38 Sekunden. Auf Platz eins lag Mario Matt, 30. war Manfred Mölgg. Dem Südtiroler hätte damit beinahe das gleiche Schicksal ereilt wie Rainer Schönfelder und Bode Miller. Sowohl der Österreicher als auch der amerikanische Weltcup-Spitzenreiter Miller verpassten die besten 30. Ivica Kostelic, der als einziger Athlet den Hang in Sljeme bestens kannte, blieb nur drei Hundertstel im ersten Durchgang hinter Matt.
Matt muss am Start warten
Im Finale legte Kostelic dann vor. Er übernahm mit der Gesamtzeit von 1:51,69 Minuten die Führung, die Zuschauer jubelten und Kostelic, von dem der große Druck abfiel, ließ sich schon wie der Sieger feiern. Matt, der daher am Start etwas warten musste, behielt die Nerven und blieb trotz Pfiffen der kroatischen Zuschauer cool. Mit der zweitbesten Laufzeit im Finale sicherte sich Matt seinen dritten Saisonsieg. Damit knackte er den 60.000 Euro schweren Jackpot, die Rekordprämie im alpinen Weltcup. Vor den beiden Hauptakteuren hatte sich Reinfreid Herbst zwischenzeitlich die Bestzeit geholt. Der Sieger von Garmisch-Partenkirchen verbesserte sich vom sechsten auf den dritten Rang und bestätigte damit seine derzeit gute Verfassung.
Lizeroux mit Laufbestzeit
Die schnellste Zeit im Finale setzte Julien Lizeroux. Der derzeit wohl beste französische Slalomfahrer carvte im Finale noch vom 24. auf den achten Rang. Sein Landsmann Jean-Baptiste Grange lag nach dem ersten Durchgang auf Rang 15. Im Finale schied der Führende im Slalomweltcup dann aber aus. Das Ergebnis von Zagreb zeigt, wie eng die Weltspitze im Slalom beieinander ist. So gab Giorgio Rocca mit Platz vier ein Lebenszeichen von sich. Der Italiener, der vor zwei Jahren im Stangenwald dominiert hatte, kämpft sich nun nach einer Knieverletzung immer weiter nach vorne. Stark auch wieder der Slowene Mitja Dragsic, der sich über den fünften Rang freuen durfte. Grund zum Jubeln hatten auch die Japaner. Akira Sasaki landete auf dem siebten Platz. Pech hatte dagegen Marc Berthod. Der Schweizer lag nach Durchgang eins auf Rang drei und im Finale auf Bestzeitkurs. Ein Fehler kurz vor dem Ziel warf Berthod aber auf die sechste Position zurück.
Neureuther wedelt auf Platz neun
Mit einem couragierten Finallauf verbesserte sich Felix Neureuther nach Rang 14 im ersten Durchgang auf den neunten Platz. Er lag am Ende 1,03 Sekunden hinter Matt. Nach dem Rennen zeigte sich Neureuther nach überstandener Krankheit mit seinem Resultat zufrieden. Zudem behielt er seinen fünften Platz in der Disziplin-Wertung.
Slalomweltcup wieder spannend
Dort hat es Mario Matt durch seinen Sieg wieder spannend gemacht. Der ÖSV-Racer liegt nun mit 405 Punkten nur noch 57 hinter Jean-Baptiste Grange. Dritter ist Manfred Mölgg (391). Im Gesamtweltcup konnte Raich die große Chance nicht nutzen, auf Bode Miller viele Punkte gutzumachen. Der 'Blitz aus Pitz' sammelte als 26. nur fünf Punkte und liegt so immer noch 93 Zähler hinter dem US-Amerikaner. Dritter in der Gesamtwertung bleibt Didier Cuche (882).
Zurück

