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Felix Neureuther
Felix Neureuther
Neureuther Zweiter in Alta Badia
Ski2b Redaktion am 17.12.2007 - 10:25 Uhr
Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom in Alta Badia den dritten Podiumsplatz seiner Karriere und den ersten des alpinen Skiwinters perfekt gemacht. Der 23-Jährige musste sich in Italien lediglich dem Franzosen Jean-Baptiste Grange geschlagen geben, der nach zwei Durchgängen in 1:36,12 Minuten 74 Hundertstel vor dem Partenkirchener (1:36,86) lag. Dritter wurde Ted Ligety (1:37,52) aus den USA.Grange zweimal Schnellster
Es war ein selektiver und spannender Slalom, der auf der 'Gran Risa' Piste am 17. Dezember geboten wurde. Dabei erwischte Grange einen traumhaften Tag und setzte in beiden Durchgängen die Laufbestzeit. Er kam sowohl im extrem steilen Startstück glänzend zurecht und war dann auch in den flacheren Passagen zugleich aggressiv und schnell zwischen den Stangen. Mit diese Leistung schwang er sich verdientermaßen zum Sieger auf - zum ersten Mal in seiner Karriere.
Neureuther mit bestem Weltcup-Ergebnis
Nur einer konnte Grange an diesem Tag ansatzweise folgen. Felix Neureuther belegte im ersten Lauf noch den fünften Rang, zeigte dann aber im Finale noch einmal seine ganze Klasse. Sicher und schnell carvte er ins Ziel und übernahm damit zunächst klar die Führung. Als die Fahrer nach ihm allesamt patzten und teilweise ausschieden, kletterte der Partenkirchener nach und nach bis auf den zweiten Platz - lediglich Grange verhinderte den ersten Sieg Neureuthers. Mit Rang zwei egalisierte er dabei auch das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Die weiteren Deutschen konnten weniger überzeugen. Alois Vogl war bereits im ersten Lauf ausgeschieden und Stefan Kogler hatte das Finale als 40. verpasst.
Selektive Gran Risa
Die Piste war wie am Vortag eisig und hart präpariert worden und stellte so einige Fahrer vor große Probleme. Auch einige Top-Fahrer schieden aus, so traf es Benjamin Raich und Marc Berthod in Durchgang eins, Jens Byggmark, Manfred Pranger, Mario Matt und Markus Larsson im Finale.
Weltcupspitze dicht beisammen
Im Slalom ist der alpine Weltcup derzeit so dicht zusammen wie in keiner anderen Disziplin. Im ersten Durchgang konnten die Schweden mit Andre Myhrer, Markus Larsson und Jens Byggmark auf den Plätzen zwei, drei und neun glänzen - am Ende gingen die Schweden leer aus. Dagegen glänzte das französische Slalom-Team, das neben Grange auch noch Julien Lizeroux und Pierre Paquin auf den Rängen neun und zwölf platzierte. Im US Ski Team zeigte vor allem Ted Ligety eine starke Leistung, die ihm den dritten Rang sicherte, James Cochran holte dazu mit Rang acht sein bestes Weltcup-Ergebnis.
ÖSV und Swiss Ski nicht vorne dabei
Weniger Grund zur Freude hatten die Eidgenossen. Zwar kam Reiteralm-Sieger Marc Gini dank der vielen Ausfälle am Schluss noch auf Rang sieben, mit der Bestzeit hatte er aber ebenso wenig zu tun wie Daniel Albrecht. Aus dem starken ÖSV-Team schaffte es letztlich nur Reinfried Herbst auf einen Top-Platz in die Ergebnisliste, als Vierter fehlte ihm eine halbe Sekunde auf einen Podestplatz. Auch die zuletzt starken Italiener patzten auf der Heimstrecke. Manfred Mölgg vergab seine Chance dabei durch einen kapitalen Patzer direkt am Start des Finallaufs.
Grange führt Slalom-Wertung an
Mit seinem Sieg übernahm Grange nach drei Rennen auch die Führung im Slalom-Weltcup vor Marc Gini und Benjamin Raich, Felix Neureuther verbesserte sich auf Platz fünf. Das nächste Rennen der Herren findet in Bormio statt, dort sind am 29. Dezember aber die Abfahrer gefragt.
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