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Peter Fischer, Walter Vogel

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München bewirbt sich für 2018

OK WM 2011 am 20.03.2008 - 10:50 Uhr

Für alle begeisterten Wintersportler gab es am 8. Dezember freudige Nachrichten. Die Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes sprach sich in Hamburg einstimmig für eine Bewerbung von München für die Olympischen Winterspiele 2018 aus. Die Entscheidung, ob das kompakte Konzept „München plus Zwei“ (Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königsee) erfolgreich ist, fällt im Sommer 2011. Doch welche Bedeutung hat dies für die vier Monate vor der Entscheidung stattfindenden FIS Alpine Ski-Weltmeisterschaften und welche Konsequenzen ergeben sich für die Organisatoren?

Das Konzept
Laut Machbarkeitsstudie des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer ist Garmisch-Partenkirchen das sportliche Zentrum für alle Schneewettkämpfe. „Es würden 48 Medaillenentscheidungen bei uns ausgetragen“, zeigte sich Bürgermeister Thomas Schmid begeistert, „wir sehen uns als den großen Gewinner.“
Wie Olympia 2018 im Raum Garmisch-Partenkirchen ablaufen könnte, wurde nun auch bekannt. Skisprung und Freestyle fänden im Olympia-Skistadion statt, Langlauf in Klais, Biathlon in Kaltenbrunn, Snowboard an der Kandahar und die alpinen Skibewerbe, wie bei der WM 2011, auf Kandahar und Gudiberg. In Garmisch-Partenkirchen würde zusätzlich ein kleines olympisches Dorf entstehen. Das zum Teil temporär aufgebaute „Snow Village“ würde 2000 Sportler und 3500 Medienvertreter beherbergen.

Große Verantwortung
Derzeit bereitet das Organisationskomitee die FIS Alpine Ski-WM 2011 vor. Bereits vier Monate nach den Titelkämpfen fällt die Entscheidung, ob München mit Garmisch-Partenkirchen und Schönau die größte Wintersportveranstaltung der Welt ausrichten darf. Es ist wohl einmalig, dass eine Region, die sich für Olympische Spiele bewirbt, in der unmittelbaren Entscheidungsphase eine Spitzenveranstaltung im internationalen Focus ausrichtet. Damit steigt die Bedeutung der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 für Garmisch-Partenkirchen und die Olympia-Bewerbung selbst noch einmal enorm. Walter Vogel, Geschäftsführer des WM OK, sieht darin „eine besondere Verantwortung für den Sportstandort Garmisch-Partenkirchen, Bayern und Deutschland.“

WM als Trumpfkarte
Die Ski-WM kann eine glänzende Visitenkarte und damit eine besondere Trumpfkarte der Olympia-Bewerbung 2018 werden. Die ganze Welt blickt in diesem Zeitraum auf Garmisch-Partenkirchen. „Dieser internationale Focus kann helfen die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vom Bewerbungskonzept Münchens zu überzeugen. Die Vergabe der Olympischen Winterspiele wird im Sommer 2011 entschieden. Deshalb haben die Alpinen Wettkämpfe im Februar 2011 in Garmisch-Partenkirchen eine besonders große Bedeutung“, erklärt Vogel.

Durch die mögliche Ausrichtung Olympischer Winterspiele 2018 fühlt sich das OK in seiner Grundhaltung, für eine nachhaltige Nutzung zu planen, bestätigt. Weitere Chancen für den Ort sieht OK Geschäftsführer, Peter Fischer. „Wichtige Infrastrukturmaßnahmen für Garmisch-Partenkirchen und die Region rücken dadurch in greifbare Nähe. Die WM und die Olympia-Bewerbung sollten für Sport und Tourismus genutzt werden, um die Position von Garmisch-Partenkirchen als führender Wintersport zu stärken.“



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