Sport/Sportanlagen
Gudiberg - Übersicht
Zielstadion Gudiberg
Slalom 07
Felix Neureuther
Zieleinfahrt Gudiberg
Gudiberg
OK WM 2011 am 30.04.2008 - 14:14 Uhr
Das alpine Trainingszentrum am Gudiberg steht den Athleten des Deutschen und Bayerischen Skiverbandes seit 1990 für Trainings- und Wettkampfmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Zuschlag für die WM 2011 wurden Pläne für Anpassungsmaßnahmen erarbeitet. Nach den Herren-Slaloms 1994 und 1995 und dem Damen Slalom 2001 fand erstmals im Februar 2007 wieder ein Weltcup-Slalom der Herren am legendären Gudiberg statt. Die begeisternde Stimmung von über 10.000 Zuschauern und die spektakuläre Skiakrobatik der Slalomfahrer machten erneut den hohen Stellenwert dieser Sportstätte deutlich.Um das Streckenprofil an die neusten skitechnischen Anforderungen anzupassen und für Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe zu optimieren, werden seit Sommer 2007 verschiedene Umbauten vorgenommen.
Geländeanpassungen
Für eine attraktive Lauflänge bei den Slalomrennen wurde 2007 das ursprüngliche Ziel in das historische Olympia-Skistadion verlegt und damit die Strecke verlängert. Zu diesem Zweck wurde die Westtribüne zum Teil abgetragen und um etwa 20 Meter gekürzt. Beim Weltcup-Slalom am 9. Februar 2008 konnten die Rennläufer erstmals durch die jetzt 35 Meter breite Einfahrt ins Skistadion fahren. Im Stadion, in dem auch die Eröffnungs- und Schlussfeier der Ski-Weltmeisterschaften stattfinden sollen, werden zu den Großveranstaltungen temporäre Tribünen errichtet. Diese Sportanlage bietet Platz für insgesamt 50.000 Besucher. Einzigartig im alpinen Skizirkus ist, dass von jeder Zuschauerposition der komplette Rennhang eingesehen werden kann.
Das alte, baufällige Zielhaus wurde 2007 abgetragen, die Mulde unterhalb des steilen Zielhanges mit Erdreich aufgeschüttet, um eine bessere Hangnutzung und ein gleichmäßiges Gefälle bis ins Stadion zu erreichen.
Für 2008 sind weitere Geländeanpassungen im mittleren und oberen Bereich des Slalomhanges geplant. Extreme Geländeunebenheiten werden durch Abtragungen und Auffüllungen beseitigt, um eine effiziente, ökologische, weil energiesparende und technisch einfache Präparation zu ermöglichen.
Aufstiegshilfe
Im Zuge der bisherigen und der geplanten Anpassungs- und Verbesserungsmaßnahmen für die WM 2011 wird eine neue Aufstiegshilfe errichtet. 2009 ist der Bau eines Doppelsesselliftes mit Zwischenausstieg und direkter Querverbindung zum Kathi-Hang (Einfahrstrecke) auf der, von unten gesehen, linken Seite des Gudibergs vorgesehen. Durch den Sessellift entfällt die Beschneiung und Präparation der Trasse des ursprünglichen Schleppliftes, was eine Reduktion der Kosten und des Energieverbrauchs bedeutet.
Beschneiung
Die bisherige Beschneiungsanlage wird 2009 modernisiert und erweitert. Die Dimensionierung der Pumpleistung und des Wasserreservoirs (Kainzenbad) werden entsprechend ausgebaut. Das Resultat sind eine höhere Schneesicherheit und eine effizientere Anlagennutzung.
Flutlichtanlage
Die bestehende Flutlichtanlage wird ebenfalls erweitert. Sie dient ausschließlich Trainingszwecken, kann aber im Hinblick auf das WM-Programm (Nachtslalom) beliebig ergänzt werden.
Funktionsgebäude
Anstelle des abgerissenen, alten Zielhauses soll ein neues Funktionsgebäude errichtet werden. Es soll in die gekürzte Westtribüne des Skistadions integriert werden.
Alle Baumaßnahmen am Gudiberg sollen im Herbst 2009 abgeschlossen sein.
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